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26.11.2003, 18:03

Kinonews vom 26.11.03

Indiana Jones 4 kommt 2005
Sechzehn lange Jahre mussten sich die Fans des coolsten Archäologen aller Zeiten gedulden...
Doch damit ist bald Schluss: Die Produktion von "Indiana Jones 4" hat scheinbar endlich begonnen. Zwar steckt das Projekt noch in der Frühphase, aber es gibt bereits handfeste Aktivitäten zu vermelden.
So arbeitet man schon fieberhaft an Storyboards und Artworks zum Film. Die Frage nach dem Regisseur ist zwar immer noch nicht endgültig geklärt, aber zumindest gibt es schon einen Ersatz, falls Mastermind Steven Spielberg doch noch absagen sollte. Lückenbüßer Vic Armstrong hat allerdings mit "Barrett - Das Gesetz der Rache" bisher nur ein Brutalofilmchen mit B-Moviestar Dolph Lundgren vorzuweisen, das in Deutschland erst gar nicht ins Kino kam, sondern schnurstracks in die Videotheken wanderte.

Ich glaub, ich steh' im Wald!
Entscheidend ist aber, dass Harrison Ford sich diesmal weiter vorgewagt hat, als sein übliches "Ja, ich würde 'Indy 4' jederzeit machen." Der 61-Jährige ließ nämlich verlauten, dass er sich bereits ein Trainingsprogramm zusammenstellen hat lassen, um wieder körperlich fit für die Rolle zu werden. Schon im Januar stehen demnach die ersten Waldläufe an.
Etwa ein halbes Jahr später, angeblich im Juni, soll dann schon die erste Klappe fallen, damit der Film rechtzeitig zum geplanten Kinostart fertig wird. Denn irgendwann zwischen Mai und Dezember 2005 kommt "Indiana Jones 4" endlich in die US-Kinos. Der deutsche Kinostart dürfte demnach auf das Jahresende fallen.
Welches historische Artefakt Indy dabei aus den Fängen welcher Erzbösewichte stibitzen soll, wollte allerdings noch niemand verraten...
Los Angeles, 26.11.2003

Stoiber sieht Wortmanns Wunder
Mit seinem "Wunder von Bern" hat Sönke Wortmann erreicht, wovon führende Politiker nur träumen können: Der Regisseur hat etwas geschaffen, von dem die Mitglieder aller Parteien begeistert sind. Heute abend zeigt der Filmemacher sein Erfolgs-Drama dem bayerischen Ministerpräsidenten.
Bange muss Sönke Wortmann angesichts der blau-weißen Polit-Prominenz allerdings nun wirklich nicht sein. Schließlich hatte sogar Bundeskanzler Gerhard Schröder unumwunden zugeben, dass beim Fußball-Märchen "Das Wunder von Bern" selbst hartgesottene Regierungsbeauftragte zu windelweichen Softis werden: "Ich habe den Film in der Rohfassung gesehen und schon da habe ich geweint".
Der Ministerpräsident des Freistaats ist Aufsichtsrat beim FC Bayern München. Angesichts der letzten Auftritte seiner Roten freut er sich sicher, endlich mal wieder richtig guten Fußball zu sehen.

Mäzen der schönen Filme
Stoiber erscheint heute abend mit Gattin Karin und einigen Mitgliedern des bayerischen Landtages im Münchner Mega-Kino "Mathäser". Der Senator Film Verleih und der FilmFernsehFonds Bayern haben den Landesvater zu der Sondervorstellung eingeladen, weil er als Regierungschef dafür gesorgt hat, dass der FFF Bayern "zum Wohle des deutschen Films mit ausreichenden Mitteln ausgestattet ist".
Aber auch Sönke Wortmann wird heute Abend im Mathäser eine besondere Ehre zu Teil: Er erhält aus den Händen des Kino.de-Verlegers Ulrich Scheele einen Bogey für eine Million Zuschauer in zehn Tagen.
München, 26.11.2003

Penns Irak-Comeback
Er ist ein Troublemaker: Vor fast genau einem Jahr machte sich Hollywoodstar Sean Penn auf nach Bagdad, um gegen den geplanten Krieg der US-Regierung gegen den Irak zu protestieren. Sein Engagement entfachte eine Welle der Entrüstung im Lager des Bush-Teams. Jetzt möchte der Schauspieler als Reporter ein zweites Mal in das kriegsgebeutelte Land reisen.
Sean Penn als rasender Reporter im Irak (Foto: Kurt Krieger)
Sean Penn ("The Game") ist schon ein harter Hund. In seinem Beruf hat er sich nie in eine Schublade stecken lassen. Und wenn ihm etwas nicht passt, lässt der Amateurboxer auch gerne mal die Fäuste fliegen - zum Leidwesen von Paparazzis und Statisten.
Auch gegen George Bushs Kriegstreiberei im Irak macht der Revoluzzer mobil. Schon am Dezember 2002 hatte er sich auf Einladung des Institute for Public Accuracy (IPA), einer amerikanischen Behörde für politische Aufklärung, zu einem dreitägigen Trip nach Bagdad aufgemacht.

Kritischer Zeitgenosse
Penn zu seinem Engagement: "Ich finde es verwirrend, dass die US-Regierung nicht mehr Beweise über Saddams angebliches Programm zur Entwicklung von Massenvernichtungswaffen liefern konnte. Ich möchte niemanden kritisieren, aber ich bin besorgt über den Mangel an Informationen, die an die amerikanische Öffentlichkeit weitergegeben wurden."
Jetzt hat Zeitungsredakteur Phil Bronstein vom San Francisco Chronicle verkündet, dass der Schauspieler mit dem Gedanken spiele, als Reporter für das Blatt erneut in den Irak zu reisen.
"Wenn Sean Penn wirklich wieder für uns in den Irak reist, wird er sich wahrscheinlich von den gewalttätigsten Orten fernhalten und sich auf das tägliche Leben konzentrieren", so der Journalist.
Los Angeles, 26.11.2003

Streit um "Herr der Ringe"-Gehälter
Money, money, money: Der zweite Teil der "Herr der Ringe"-Trilogie spielte weltweit 820 Millionen Dollar ein. Damit steht "Die zwei Türme" auf dem siebten Platz der erfolgreichsten Filme aller Zeiten. Nun wollen auch die Schauspieler ein Stück vom saftigen Kuchen.
18 Darsteller aus Peter Jacksons Fantasy-Epos, die nicht namentlich genannt werden wollen, fordern nachträglich Geld von ihrem Arbeitgeber.
Doch beim Filmstudio New Line Cinema hat man sich abgesichert: Vor den Dreharbeiten zu "Der Herr der Ringe - Die Gefährten" tüftelten Finanzexperten ein geschicktes Bonussystem aus. Demnach richten sich die Gehalts- und Prämienzahlungen für alle drei Werke ausschließlich nach dem Erfolg des ersten Teils.
"Die zwei Türme" übertraf die Einnahmen des ersten Blockbusters um 120 Millionen Dollar - doch die Schauspieler sahen keinen Cent mehr als beim ersten Bonus-Scheck.

Gierige Hobbitse
Ohne Zweifel wird der Abschluss der Trilogie erneut ein Kassenschlager werden. Experten vermuten, dass Die Rückkehr des Königs sogar noch höhere Einnahmen als die 820 Millionen Dollar des zweiten Teils erzielen wird.
Deswegen fühlen sich die Darsteller bei der Bezahlung benachteiligt, denn ihnen geht erneut ein großer Betrag durch die Lappen. Dabei weiß doch jeder: Bei Verträgen immer das Kleingedruckte lesen...
Los Angeles, 26.11.2003

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