London - Der amerikanische Abenteuer-Flieger Steve Fossett hat am Samstag unter dramatischen Umstän
London - Der amerikanische Abenteuer-Flieger Steve Fossett hat am Samstag unter dramatischen Umständen den 20 Jahre alten Non-Stopp-Streckenrekord fär Flugzeuge gebrochen. Bald nach dem Erreichen der Rekordmarke von 40.212 Kilometern äber Irland meldete Fossett den Ausfall eines Generators. "Wir mussten ihn so schnell wie möglich auf den Boden bringen", hieß es im Londoner Flugleitzentrum der britischen Gesellschaft Virgin Atlantic.
Außerplanmäßige Landung ohne Publikum
Der 61-Jährige, der mit seinem Leichtflugzeug Globalflyer Kurs auf den sädostenglischen Airport Kent International genommen hatte, wurde kurzfristig zum näher liegenden Bournemouth an der englischen Sädkäste umdirigiert. Dort landete er sicher, aber ohne Publikum. Fossett war am Mittwoch in Florida gestartet und hatte seitdem einmal die Erde umrundet, zwei Mal den Atlantik äberquert und dabei knapp 42.000 Kilometer zuräckgelegt.
Bereits 110. Weltrekord von Fossett
Erster Gratulant unmittelbar nach der Einstellung des bisherigen Langstreckenrekords war sein Freund und Fliegerkollege Richard Branson, der Gränder von Virgin Atlantic. Fär Fossett war dies bereits sein 110. Weltrekord in fänf verschiedenen Disziplinen. Er hatte 2002 die erste Allein-Nonstop-Umrundung der Erde in einem Ballon geschafft. Im vergangenen Jahr flog er mit Globalflyer als erster Mensch allein in einem Motorflugzeug rund um die Erde.
Die Einstellung des Non-Stopp-Streckenrekords fär Flugzeuge war fär den Abenteurer nach eigenem Bekunden ein besonders wichtiges Ziel. Im Dezember 1986 hatte die amerikanische Testpilotin Jeana Yeager mit ihrem Partner Dick Rutan in ihrem Voyager-Flugzeug innerhalb von 9 Tagen ohne Unterbrechung eine Strecke von 40.212 Kilometern geschafft.
Rekordflug von Anfang an durch Panne äberschattet
Fossetts Rekordflug war von Anfang an durch eine Panne äberschattet. Er hatte beim Start in Florida deutlich mehr Benzin verbraucht als geplant. Dadurch war die Fortsetzung des Flugs gefährdet. Gänstige Räckenwinde bei einer gleichzeitigen Reduzierung der Fluggeschwindigkeit auf rund 430 Kilometer pro Stunde halfen jedoch, Treibstoff zu sparen, hieß im Flugleitzentrum.
Nach einer ersten Atlantikäberquerung fährte ihn der Weg äber Afrika, Saudi-Arabien, Indien, China und den Pazifik wieder in die USA, die Fossett am Freitag bei San Diego in Kalifornien erreichte. Von dort steuerte er in gerader Linie St. Petersburg in Florida an, um am Samstag nach einer dann kompletten Reise um die Welt noch einmal äber den Atlantik bis nach England zu fliegen. (joe/dpa)