50.000 Israelis wollen in Gazastreifen marschieren

Höchster Alarm wegen Gaza-Protestmarsch
Gaza - Israels Polizei ist in höchste Alarmbereitschaft versetzt worden. Grund sind die anhaltenden Proteste der Gegner eines Abzugs aus dem Gazastreifen.
Laut israelischem Armeesender haben sich etwa 50.000 Demonstranten in der Negev-Wüste verschanzt, die später in den Gazastreifen weitermarschieren wollen.
Die Polizei hat angekündigt, sie werde dies mit allen Mitteln verhindern. Israelische Medien berichteten, es seien zur Unterstützung auch Transportfahrzeuge mit Soldaten vorgefahren. Bereits am Montag hatte ein Großaufgebot der Polizei einen Protestmarsch jüdischer Siedler in der Stadt Netivot gestoppt. Die Räumung von insgesamt 25 Siedlungen im Gazastreifen und Westjordanland soll am 17. August beginnen.
Unterdessen haben israelische Soldaten am Dienstag bei Dschenin im nördlichen Westjordanland zwei Palästinenser getötet. Eine Armeesprecherin teilte mit, die Männer hätten während einer Razzia der Armee das Feuer auf Soldaten eröffnet und seien dann erschossen worden. Aus palästinensischen Sicherheitskreisen verlautete, die Männer seien Mitglieder des militärischen Fatah-Arms, der Al-Aksa-Brigaden.