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henny

Schüler

Beiträge: 77

1

31.10.2004, 23:05

JavaScript und HTML

JavaScript ist kein direkter Bestandteil von HTML, sondern eine eigene Programmiersprache. Diese Sprache wurde jedoch eigens zu dem Zweck geschaffen, HTML-Autoren ein Werkzeug in die Hand zu geben, mit dessen Hilfe sich Web-Seiten optimieren lassen.

JavaScripts werden wahlweise direkt in der HTML-Datei oder in separaten Dateien notiert. Sie werden zur Laufzeit vom Web-Browser interpretiert. Dazu besitzen moderne Web-Browser entsprechende Interpreter-Software.

In einer Programmiersprache wie JavaScript gibt es für Anfänger viele verwirrende Elemente: Sonderzeichen, Variablen, Wenn-Dann-Anweisungen, Schleifen, Funktionen, Methoden, Parameter, Objekte, Eigenschaften und anderes mehr. Um mit diesen Elementen richtig umgehen zu können, müssen Sie lernen, sich vorzustellen, was im Computer passiert, wenn der Programmcode ausgeführt wird. Das ist ein langwieriger Lernprozess, den Anfänger nur durch viel Übung bewältigen können. JavaScript ist dazu allerdings hervorragend geeignet, weil es eine vergleichsweise einfache Sprache ist, bei der viele Aufgabenbereiche einer "großen" Programmiersprache fehlen, z. B. Dinge wie Arbeitsspeicherverwaltung oder Dateioperationen. Außerdem setzt JavaScript auf einer bestimmten Umgebung auf, nämlich auf einer anzuzeigenden oder angezeigten Web-Seite.

JavaScript läuft in einer so genannten "Sandbox". Das ist eine Art Sicherheitskäfig, in dem die Programmiersprache eingesperrt ist. Sie wird dabei um typische Möglichkeiten anderer Programmiersprachen beschnitten, vor allem um die Möglichkeit, beliebig Daten aus Dateien lesen und in Dateien schreiben zu können. So soll verhindert werden, dass JavaScript-Programmierer auf den Rechnern von Anwendern, die eine JavaScript-unterstützte Web-Seite aufrufen, Unfug treiben können. Nach einigen Anfangsproblemen der Vergangenheit funktioniert das mittlerweile auch ganz gut. Wer also JavaScript in seinem Browser deaktiviert aus Angst, dass seine Festplatte damit formatiert werden könnte, sollte sich am besten ganz vom Internet fernhalten, denn schon beim Abruf von E-Mails lauern Gefahren, die wesentlich größer sind als diejenigen, die von JavaScript ausgehen. Doch leider gibt es andere gute Gründe, die nicht wenige Anwender dazu veranlassen, JavaScript in ihrem Browser abzuschalten. Dazu gehören vor allem die "Nervereien" mancher Programmierhelden, die meinen, eine Web-Seite sei um so toller, je mehr sie den Anwender gängelt. Da wird dann beispielsweise mit JavaScript die Unterstützung der rechten Maustaste abgewürgt, der Anwender kann die aufgerufene Seite nicht mehr verlassen und allerlei mehr. Solche Hirngeburten kontrollgeiler Programmierer sind das eigentliche Übel und der Grund, warum JavaScript nicht bei allen Anwendern beliebt ist. Wer JavaScript einsetzt, sollte sich darüber im klaren sein und die Möglichkeiten der Sprache so einsetzen, dass der Anwender einen Mehrwert davon hat, und nicht so, dass ihm etwas genommen wird.

Bevor Sie sich also in die Tiefen von JavaScript stürzen, sollten Sie sich auch darüber bewusst sein, dass JavaScript wirklich nur als Ergänzug zu normalem HTML gedacht ist, aber nicht als dessen Ersatz.

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